Rezensionen

Malmsturm – Die Länder der Waismark

Länder des Sturms und der Wunsch zur Rezension wurde vom Uhrwerk Verlag an uns herangetragen. Wir kommen dem Wunsch gerne nach, möchten aber darauf hinweisen, dass es sich um keine bezahlte Promotion handelt und wir unsere ungezügelte Meinung zu Malmsturm entfesseln. Das Titelbild ist aus den Malmsturm Werken entnommen und wurde von Björn Lensig illustriert. Für weitere Informationen zu Malmsturm sei auch die Malmsturm Homepage empfohlen!

Nach dem Norden widmen wir uns in diesem Beitrag der Waismark, einer weiteren der drei großen Regionen in Malmsturm. Dies soll nur als ein Einblick in die Waismark gelten. Für weitere Informationen ist Länder des Sturms das Werk der Wahl.

Der Wind (Einleitung)

Was dem Norden an Zivilisation fehlt, wird in der Waismark nachgeholt. Die Waismark ist eine aufgegebene Kolonie des Imperiums. In den letzten Jahrhunderten bildeten sich hier eigenständige Kulturen auf den alten Siedlungen und Städten der Kolonisten. Neben ärmlichen Dörfern, ungleichmäßigen Machtverhältnissen und Uneinigkeit findet sich in der Waismark eine stark ausgeprägte kirchliche Institution, die Jagd auf Häretiker und Heiden macht.

Auf guten 102 Seiten werden die wenigen Völker der Waismark, die reiche Auswahl an Siedlungen und Stadtstaaten, deren geschichtlichen Hintergründe und Eigenheiten, aber auch die fast schon schauerlichen und märchenhaften Landstriche, wie das Tal ohne Sonne, näher gebracht. Wie auch beim Norden werden die Religionen, Legenden und Gerüchte sowie die Rohstoffe und Materialien, Magie und Geschichte der Waismark skizziert.

Diesmal stellen wir weniger die Bevölkerung vor, sondern eine Auswahl der Siedlungen, die der Region einen Flair von grauer, hoffnungsloser und korrupter Mittelalter-Fantasy gibt.

Das Fleisch (Setting)

Der Großteil der Bevölkerung der Waismark wird Mantoren genannt. Dies sind die Abkömmlinge der Kolonisten und kleiden sich dem kalt-feuchten Wetter entsprechend. Sie tragen Hüte und sichern diese mit Schnüren, denn unter den Hüten bewahren sie meist Geldbörsen und wichtige Papiere.

Spezielle Unterkulturen der Mantoren sind z.B. die redegewandten, listigen, und vorsichtigen Goraner, welche an ihrem Körper ein Nadelmesser nicht nur zur Selbstverteidigung tragen.

Aber mit den Torkaner finden sich auch komplette Gegensätze zu den Goranern. Die Torkaner haben eine Vorliebe für Handwerk und körperliche Arbeit und misstrauen daher Politikern und Händlern. Sie sind ehrlich, willensstark und tapfer. Schwüre werden auch gerne mit Blutwörtern gegeben. Eide, die mit dem eigenen Blut besiegelt werden.

Siedlungen der Waismark

Das Herzstück des Settings der Waismark scheinen jedoch die verschiedenen Siedlungen zu bilden. Hier werden die Regierungsformen und besonderen geschichtlichen Vorkommnisse dargestellt, die den Siedlungen der Waismark einen eigenen Charakter geben.

Brogaerne und Ankohmahr

Die Brogaerne ist eine Landbrücke zwischen den Khilaren und Askarpen. Auf dieser Landbrücke herrschen keine großen Wälder, sondern eher eine Landschaft voller kleiner Dörfer. Nach einer Seuche wurden kämpferische Handlungen weitgehend eingestellt und die Einwohner scheinen immun gegen die Seuche geworden zu sein. Lediglich Fremde scheinen von dieser Pest noch erwischt zu werden. Die Einwohner der Brogaerne werden jedoch als eigenbrötlerisch und misstrauisch dargestellt. Geschichten erzählen auch von Inzest, Missgeburten und unheimlichen Ritualen in den Siedlungen der Brogaerne.

Ankohmahr wird als eine geschäftstüchtige und geldgierige Stadt angesehen. Die Einwohner sind stolz darauf, dass sie sich als erste von der zerfallenen Kultur des Imperiums befreit haben. Die wohlhabenderen Bürger sind Teil des Bürgerrats, welcher die Regierung in Ankohmahr darstellt. Jedoch fallen innerhalb dieses Rats auch Entscheidungen, die nicht zwingend für das Allgemeinwohl, sondern für bestimmte Bezirke der Stadt sind. Die Einführung der Wachsteuer lies einige Bezirke ins Chaos versinken, da sie die Steuer nicht zahlen können und so der Wachdienst in diesen Bezirken entfällt. Mörder und Taschendiebe sammeln sich so im sogenannten Schuppen, wie dieser ärmliche Bezirk genannt wird, dem jeder sechste Einwohner von Ankohmahr angehört.

Kanoél und Maenyff

Als vor etwa einem Jahrhundert der ehemalige Söldner, Geldverleiher und Gastwirt Genalb Eidbrecher Aerdsvaeren die Ratsregierung von Kanoél stürzte, ernannte er sich selbst zum Fürsten von Kanoél. Mehrere Generationen aus seinem Hause wurden zum Fürsten dieser kleinen befestigten Stadt ernannt. Handel mit Eichenholz und Granit, aber auch das Glanzviertel mit seinen Goldschmieden und Edelsteinschleifern sind Anlaufstelle für viele Händler und Reisende. Die Hauptattraktion ist jedoch der legendäre Preiskampf zu jedem vollen Silbermond. Im Granitpalast einem alten Amphitheater des Imperiums stellen sich Teilnehmer zum Kampf. Teilnehmer und Schaulustige reisen aus der gesamten Waismark zu diesem Spektakel. Der Preis dieses Turniers ist jedoch ein Mysterium, da kein Gewinner ihn jemals enthüllte.

Nach den Goldfunden in den Askarpen entwickelte sich aus dem alten Fischerhafen Maenyff eine florierende Stadt der Geldverleiher und Krämer. Der Stadtrat gab bei dem schnellen Wachstum der Stadt auf auch die Bauten der neuen Bürger mit Stadtmauern zu versehen.

Die Einheimischen spotten gern, dass jede Invasionsmacht spätestens dann untergehen würde, wenn sie versuchen den wuchernden Wahnsinn einzunehmen. Dieses monumentale Bauwerk umfasst mehrere Straßenzüge und scheint, als hätte ein wütender Baumeister oder Gott willkürlich hunderte Gebäude verschiedener Epochen errichtet. Häuser, Hütten und Ruinen wachsen so nahtlos aneinander wie ein Geflecht. Hier finden sich jedoch auch die übelsten und besten Schenken und Bordelle der Waismark. Ein Gerücht erzählt, dass es einen Fürsten des wuchernden Wahnsinns geben soll.

Wundersame Orte

Die Waismark bietet auch einige Orte, die Thema von Sagen, Legenden und Gerüchten zugleich sind. Jene Orte voller Gefahren und Reichtümer, die von Schatzsuchern und Abenteurern aufgesucht werden, die sich dem Ruf nach Gold oder Ruhm verschreiben.

Einer dieser Orte ist das Tal ohne Sonne. Es soll fünf bis sechs Tagesreisen von Nyverbaerg entfernt liegen. Dieses Tal wird auch die Berge des Chaos genannt wird. Über dem Tal soll eine pechschwarze Gewitterwolke liegen, die selten einen Sonnenstrahl durch seine Decke lässt. Das Tal selber soll auch wandern, denn selbst jene, die das Tal schon besuchten, fanden es nie oder nur schwer wieder. Innerhalb des Tals sollen drei Burgruinen existieren. Diese Ruinen sollen von weißen Affen und rot-grünen echsenartigen Fledermaustieren bewohnt werden. Sagenhafte Relikte, Artefakte und andere Reichtümer sollen im Tal verborgen liegen. Jedoch bieten instabile Hänge, Fontänen aus Wasserdampf unter der Erde, Erdspalten und giftige Gase mehr als eine Möglichkeit für einen schnellen und grausamen Tod.

Im dritten Beitrag der Reihe zur Welt von Malmsturm betrachten wir das Imperium, welches seine Spuren schon im Norden und der Waismark hinterließ. Eine Rezension zu Länder des Sturms folgt im vierten Beitrag.

René ist seit mehreren Jahren begeistert dem Hobby Rollenspiele verfallen und begann mit ADnD die Reise ins Unbekannte. Seine beliebtesten Rollenspiele sind derzeit DnD 5e und Der Schatten des Dämonenfürsten. Neben den Rollenspielen sind Romane, TableTop (Age of Sigmar), Brettspiele und auch Videospiele auf der PS4 große Hobbies. Als Softwareentwickler sind kreative Lösungswege nichts ungewöhnliches, aber in der Freizeit wird dieser Drang für eine etwas andere Art von kreativen Schaffen genutzt.

Kommentar verfassen